im Alb Bote vom 8.5.2008

Tour de Waldkircha

Radwallfahrt mit 100 großen und kleinen Teilnehmern

 

Wallfahrt auf dem DrahteselÜbrigens: Der heilige Michael ist der einzige Heilige, der immer zusammen mit seiner 'Haushälterin', einem Drachen, abgebildet wird", scherzte Pater Hermann-Josef Zoche auf der fünften Station der "Tour de Waldkircha", in der Michaelskapelle in Gaiß. Auf der rund 25 Kilometer langen Strecke wurden die fünf Filialkapellen des Kirchspiels und zwei Feldkapellen besucht. Durch das herrliche Frühlingswetter begünstigt, ging die Radwallfahrt unter der Regie des Radsportvereins Schmitzingen reibungslos über die Bühne.

Etwa 100 Radler, darunter viele Kinder, bewältigten die anspruchsvolle Strecke. Zufrieden äußerte sich auch Egon Ebner, der Vorsitzende des Radsportvereins Schmitzingen: "Es hat eigentlich alles gepasst und es wurde vor allem auch sehr diszipliniert gefahren." Erste Station war die Bannholzer Kapelle, das älteste Gotteshaus der Pfarrei. Bei der Kapellenführung wusste der Pater wieder über interessante Details aus der Historie der Kapelle zu berichten. Nächste Station war Brunnadern mit der barocken Martinskapelle. Eine längere Pause wurde danach an der schön gelegenen Florianskapelle am oberen Ortsrand von Remetschwiel eingelegt, bevor es zur Hagwaldhalle ging, wo der Remetschwieler Kapellenverein Speisen und Getränke servierte. Nach der Mittagspause wurde das Steinbachtal durchquert, um die Oberalpfener Johanneskapelle anzusteuern. Von hier ging es über den Niederbergpass hinüber nach Gaiß. Wer den Anstieg bewältigt hatte, wurde mit Kaffee und Kuchen belohnt. Die Kinder nutzten die Gelegenheit, um auf den grünen Wiesen nach Frühlingsblumen Ausschau zu halten.

Von Gaiß ging es über den Haspelrücken zur Waldkircher Kapelle, die von den Schmitzingern betreut wird. Hier hielt Bernhard Huber einen kleinen kulturhistorischen Rückblick zur Geschichte der idyllisch gelegenen Kapelle, die von ihm selbst betreut wird. Die letzte Etappe führte durch das tief eingeschnittene Seltenbachtal zur größten Filialkapelle des Kirchspiels, der Josefskapelle in Schmitzingen. Die "Tour de Waldkircha" zählt zu den Veranstaltungen im Rahmen des 1150-jährigen Jubiläums des Pfarrdorfes Waldkirch. Ziel der Radwallfahrt war es, die Zusammengehörigkeit des Kirchspiels und die gemeinsamen Wurzeln und Traditionen ins Bewusstsein zu rücken.

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Manfred Dinort

Bildtext:
Reibungslos und unfallfrei ging die "Tour de Waldkircha" mit rund 100 Teilnehmern über die Bühne. Die etwa 25 Kilometer lange Radwallfahrt begann in Waldkirch (Bild) und endete in Schmitzingen.

Bilder von Radwallfahrt in Waldkirch auf suedkurier.de